28. Dezember 2020

Liebe Gemeinde!


Freitag, 30.10.2020

Noch nie habe ich in einem Artikel für den Gemeindebrief das Datum erwähnt, an dem ich ihn geschrieben habe. Aber jetzt habe ich das Gefühl, es geht nicht anders. Denn wer weiß, ob das, was ich heute schreibe, morgen noch so ist? Geschweige denn in einem Monat, wenn sie es lesen…

Eigentlich hatten wir im Redaktionskreis Anfang Oktober gesammelt, was Themen für den Artikel „Liebe Gemeinde“ in dieser Ausgabe sein sollen. Der Konfirmandenunterricht hat wieder angefangen. Ein neuer Jahrgang ist gestartet mit einem veränderten Konzept. Außerdem können sich die Frauenhilfen wieder treffen. Eigentlich. Denn in den letzten Wochen und vor allem Tagen überschlugen sich die Ereignisse. Zuerst stiegen die Infektionszahlen in unseren Nachbarländern immer weiter. Etwas verzögert schwappte die zweite Welle auch zu uns herüber. Seit dem 13.Oktober ist auch unser Landkreis Risikogebiet. Gestern, am 29.10.2020 lag der Inzidenzwert bei 168,7. Am vergangenen Mittwoch wurde für den gesamten November ein „Lockdown light“ beschlossen. Die Kontakte sollen für einen Monat soweit wie möglich heruntergefahren werden. Das betrifft auch uns. Das erste Treffen der Frauenhilfen kann nun doch nicht stattfinden. Der Konfirmandenunterricht setzt wieder aus. Erstmal. Bis der Lockdown wieder aufgehoben ist, bis die Zahlen wieder sinken. Auch Präsenz-Gottesdienste setzen bei uns aus. Das ist zwar keine Pflicht, erschien dem Presbyterium angesichts der Infektionszahlen aber das einzig verantwortbare. Der Schutz der Gesundheit hat Priorität.

Die Hoffnung dahinter ist, dass Weihnachten kein solche Lockdown nötig ist. Eine Hoffnung, die wir als Gemeinde teilen. Das Presbyterium macht sich sehr viele Gedanken, wie es schöne Weihnachtstage für alle möglich kann. Dazu gehören für viele Gottesdienste fest dazu. Für uns auch. Ein Weihnachten ganz ohne die Weihnachtsgeschichte, ohne Gebete, Musik, Predigt, kann ich mir nicht vorstellen. Aber so, wie wir sie traditionell kennen, wird es nicht sein können. Selbst wenn die Zahlen massiv fallen.

Auch beim Presbyterium ist die Unsicherheit groß. Nur zu gerne würden wir ihnen heute sicher sagen können, wie wir Weihnachten feiern. Und den Altjahrsabend. Und auch, wie wir das kommende Jahr beginnen. Wie der Abschied von Pfarrer Kern aussehen wird. Aber das können wir nicht. Was wir aber können, ist dies:

Wir versichern ihnen, dass wir Weihnachten feiern.

Wir versichern ihnen, dass Altjahresabend feiern.

Wir versichern ihnen, dass wir uns angemessen von Pfarrer Kern verabschieden.

 

Im Namen des Presbyteriums

Christina Wochnik





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